Tiberius Claudius Caesar Augustus Germanicus — besser bekannt als Claudius — erblickte das Licht der Welt im Jahre 10 v. Ch. im heutigen Lyon und war damit der erste Herrscher des Römischen Reiches, der nicht auf dem Gebiet Italiens geboren wurde.
Seinen ersten Auftrag als Beamter bekam er 37 nach Chr., er wurde zum Konsul ernannt. Im Jahre 41 wurde er ganz unerwartet zum wichtigsten Mann des Reiches. Nachdem sein Vorgänger, Caligula, brutalst ermordet wurde, wurde er noch am selben Tag zum 4. Kaiser Roms gewählt.
Obwohl er keine Erfahrung in der Politik hatte, führte er das Reich mit Erfolg und setzte viele Bauarbeiten in Bewegung. Dank seiner Bildung und seiner Belesenheit erwies er sich als brillianter Organisator. Er legte die Grundlagen des kaiserlichen Verwaltungswesens und beschäftigte gut bezahlte und gebildete Beamte. Den größten Teil der Beamten erwählte er von den befreiten Sklaven. Er gründete den „Fiscus", also die amtliche Schatzkammer, dessen Aufgabe die Finanzverwaltung des Reiches war. Er interessierte sich für das Rechtswesen und die Gesetzgebung und betätigte sich als Gerichtsvorsitzender.
Unter seiner Regierung eroberte Rom neue Gebiete, unter anderem war die Eroberung Britanniens im Jahre 43 von großer Bedeutung sowie die Eroberungen Judeas, Trakiens und Mauretaniens.
Claudius gewann die Sympathie der Menschen mit gratis Lebensmitteln und spannenden Gladiatorenkämpfen. Im Cirkus Maximus in Rom ließ er einen großen künstlichen Teich anlegen, wo Sklaven auf Schiffen und Flößen gegeneinander kämpfen mussten.
Das Schicksal des Kaisers hat seine vierte Frau Agrippina besiegelt, die ihren Mann am 13. Oktober 54 nach Chr. vergiftete, damit ihr Sohn Nero an die Macht kommen konnte.
Nur wenige wissen, aber der Legende nach hat Kaiser II. Claudius Hochzeiten und Verlobungen in Rom verboten, als er keinen Soldaten mehr für sein Heer anwerben konnte. Es lebte aber zu jener Zeit ein Pfarrer, namens Valentin, der Paare im Geheimen traute. Als der Kaiser dies erfuhr, ließ er Valentin ins Gefängnis sperren, Valentin starb dann am 14. Februar. Zu seiner Erinnerung ist dieser Tag heute das Symbol der Liebe.
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